Einblick in die Yoga Psychologie

In der Yoga-Psychologie geht man von vier instinkthaften Antrieben aus. Die  vier Grundbedürfnisse sind

  • Ernährung
  • Schlaf
  • Sexualittät
  • Selbsterhaltungstrieb

Aufgaben und Wirkungen

Unsere Grundbedürfnisse sorgen dafür, dass wir “instinktiv handeln” ohne bewusst erst darüber nachdenken zu müssen. Dies kann sowohl hilfreich sein, als auch hinderlich. Die Grundbedürfnisse bilden automatisch Bewegungen in unserem Geist, die wir als Gedanken, Gefühle und Handlungsimpulse individuell wahrnehmen.
Es wird nahegelegt, diese Grundbedürfnisse im Gleichgewicht zu halten, um zu verhindern, dass wir uns zu stark von unseren Trieben beeinflussen/kontrollieren lassen.
Diese Harmonisierung der Triebe erreicht man durch den Yoga Übungsweg; durch das Verringern von schlechten und dominanten Einflüssen auf den Geist (z.B. Drogen) und das Förden von sattvischen und reinen Qualitäten. Ebenso positiv wirken sich ein geregelter Lebensrhythmus und klare Lebensverhältnisse aus. Starke Triebe sollten allerdings nicht zwanghaft unterdrückt werden, dies führt nur dazu, dass der Drang immer stärker wird und nicht überwunden wird.

Verhaltensmuster und Gewohnheiten

Verhaltensmuster entstehen über einen längeren Zeitraum. Sie kennzeichnen sich dadurch, dass sie völlig automatisch ablaufen, ohne dass man über diesen Ablauf gezielt nachdenkt. Verhaltensmuster können sich so sehr in unseren Geist “einbrennen”, dass es sogar zu aggressiven Reaktionen kommen kann, wenn einer dieser Abläufe gestört wird.
Hierzu ein Beispiel: Morgens wird als allererstes eine Tasse Kaffee getrunken, denn anders wird man nicht richtig wach (“Morgenmuffel”). Nun ist der Kaffee leer und kein Neuer im Haus. Man ärgert sich, steigert sich vielleicht in diese Situation hinein; schon “ist der ganze Tag” gelaufen.
Hinter diesen Verhaltensmuster verbirgt sich ein Nutzen oder Vermeiden von unangenehmen Zuständen (wie im Beispiel, Nutzen = wach werden). Diese Muster sind irgendwann erlernt worden und können sich stark festsetzen, auch wenn dieses gar nicht mehr hilfreich ist. Jedoch kann man sich diese Verhaltensmuster auch wieder “abtrainieren”.

Verhaltensmuster auf körperlicher Ebene

Verhaltensmuster können sich auf verschiedenste Arten zeigen, körperlich, geistig oder auch in der Atmung wiederspiegeln.
Verhaltensmuster in der Atmung können sich z.B. in der Atemfreqeunz, dem Atemvoulmen, den Atempausen oder bestimmten Atemräumen zeigen. Oft entwickeln sich diese Muster über einen längeren Zeitraum durch unterschiedlichste Gründe. Durch eine sehr schüchterne, ängstliche Grundhaltung (Körperhaltung geduckt und zusammen gesunken), kann sich die Atmung nicht richtig entfalten; es wird flach und hektisch geatmet.
Es können ebenfalls auf der körperlichen Ebene zahlreiche Verhaltensmuster auftreten. Durch Stress und Anspannung können Muskelverspannung im Schulter,-Kopf-und Nackenbereich entstehen. Solche Reaktionen auf Stress können sehr individuell in Erscheinung treten, z.B. verkürzte Sehnen und Bänder, spezifische Bewegungsmuster, Verhärtungen von Muskeln sowie versteifte Gelenke.

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Mein Name ist Claudia Jehmlich, Sie sehen mich rechts auf dem Profilbild und ich bin Ihre Yoga-Lehrerin bei Octofit. Täglich gebe ich Kurse für mehr Beweglichkeit, Stabilität und mentale Stärke. Eine individuelle Beratung oder einen Probekurs können Sie bequem hier vereinbaren. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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