Flow-Erlebnis und Energie-Qualitäten

In diesem Artikel möchte ich zwei interessante Themen besprechen, die in der Gestaltung meiner Unterrichtsstunden eine wesentliche Rolle spielen. Erfahren Sie mehr über das sogenannte Flow-Erlebnis sowie die drei Energie-Qualitäten.

Das Flow-Erlebnis

Um dem Schüler das “Flow Erlebnis” näher zu bringen, sind vier verschiedene Stationen oder Stufen nötig.

1. Imitation: der Lehrer zeigt eine Asana, der Schüler sieht zu. Er findet Gefallen an der Asana und ahmt diese selbstständig nach.

2. Manipulation: der Schüler ist nun in der Lage, die Haltung nur durch die verbale Anweisung des Lehrers einzunehmen. Die Bewegungen werden zunehmend sicherer.

3. Präzision: der Schüler wird immer sicherer im Umgang mit der Asana. Er kann sich nun mehr auf die Feinheiten einlassen und ggfs. können Variationen der Haltung angeboten werden.

4. Naturalisierung: die Haltung ist “in Fleisch und Blut” übergegangen und wird sicher ausgeführt und verstanden. Die Bewegungen werden fließender, der “Flow” ist nun teilweise schon spürbar und wird nach weiterem Üben immer mehr zu spüren möglich.

Immer wieder freue ich mich, wenn ich merke, dass meine Schüler für bestimmte Zeit in den Flow-Zustand übergehen – und sei es nur für wenige Sekunden.

Die drei Qualitäten der Energie

Die drei Grundqualitäten sind Sattva (Reinheit), Rajas (Aktivität) und Tamas (Trägheit). In der Regel überwiegt eine der drei Qualitäten sowohl beim Lehrer, als auch beim Schüler.
Aufgrund der drei verschiedenen Gunas, gibt es dementsprechend verschiedene Typologien von Yogaschülern. Je nachdem, welches der Gunas am stärksten ist, zeigen sich verschiedene Charakterzüge. Bei Schülern, die sehr ehrgeizig sind und einen Hang zur Übertreibung haben, herrscht meistens Rajas vor. Diese Schüler sollte der Lehrer gut beobachten und ggf. eingreifen, um Verletzungen beim Schüler zu vermeiden.
Das Gegenteil dieses Typs Schüler ist der langsame, etwas zerstreut wirkende Schüler, bei dem das Prinzip Tamas vorherrschend ist. Diesen Schüler erreicht man am besten, indem man ihn immer wieder auf das Wesentliche der Stunde zurück führt.
Ein weiterer Typ ist der stark leistungsorientierte Schüler. Auch bei ihm ist Rajas am dominantesten und führt dazu, dass er sehr hohe Ansprüche an sich stellt, sich mit anderen vergleicht und es mit dem Üben übertreibt. Hier ist es wichtig, den Schüler mehr zu “erden” und ihm klar zu machen, seine Grenzen zu akzeptieren. Des weiteren gibt es noch den besserwisserischen Yogaschüler, der dem Lehrer auch gerne widerspricht, sich schwer unterordnen kann und nur mühsam Vertrauen aufbaut. Diesen Schüler sollte man sanft in seine Schranken weisen und ihn darauf aufmerksam machen, dass er freiwillig am Yogaunterricht teilnimmt.

Zu welchem Charakter neigen Sie? Soll ich Sie eher erden oder Ihnen helfen, den Fokus zu wahren? Lassen Sie es uns herausfinden. Eine kostenlose Probestunde vereinbaren Sie bequem hier.

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Mein Name ist Claudia Jehmlich, Sie sehen mich rechts auf dem Profilbild und ich bin Ihre Yoga-Lehrerin bei Octofit. Täglich gebe ich Kurse für mehr Beweglichkeit, Stabilität und mentale Stärke. Eine individuelle Beratung oder einen Probekurs können Sie bequem hier vereinbaren. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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