Yoga Meditation Teil 3: Purusa und Citta

Teil 2 der Reihe zur Meditation schloss mit den Phasen oder Stufen des Samyamas ab. Hier möchte ich heute ansetzen und anschließend auf Purusa sowie Citta eingehen. Viel Spaß beim Lesen!

Fortsetzung der Phasen oder Stufen des Samyamas

Diesen Prozess kann man sich durch ein Beispiel verdeutlichen:
Lehm besitzt eine bestimmte Form. Wir sehen diesen etwa als geformten Teller. Bevor dieser zu einem Teller verarbeitet wurde, war der Rohstoff einfach nur ein Lehmklumpen, der dann verarbeitet wurde. In der Zukunft wird dieser wieder die äußere Form verändern, in dem er im Laufe der Zeit bröselig wird und irgendwann vielleicht nur noch Staub ist.
Durch die Zeit wird sich die äußere Form verändern, aber es bleibt trotzdem die gleiche Substanz (Lehm).

Purusa und Citta

Purusa zeigt sich dann, wenn die Bewegungen des Geistes zur Ruhe kommen und Citta den Blick nicht mehr trübt. Die Welt wird genauso wahrgenommen, wie Sie wirklich ist, ohne dass die Eindrücke mit Erinnerungen und/oder Gefühlen verschleiert werden/verzerrt wahrgenommen werden. Der Blick auf die Dinge wird neutral und klar.
Purusa ist das “sehende Selbst”, es ist zeitlos und immer gleichbleibend. Es ist unser reines Bewusstsein, welches wahrnimmt und beobachtet.
Citta hingegen ist unser Geist, das “meinende Selbst”, all unsere Erfahrungen, Erinnerungen (gute und schlechte) und Wünsche. Beeinflusst wird Citta durch die Vrittis, die ständig auftauchen und einen neutralen Blick verhindert. Dadurch, dass unser Blick verschleiert ist, wird unsere Wahrnehmung getrübt, was wiederum unser Handeln beeinflusst.
Citta allein besitzt keinen Selbstzweck, es wirkt gemeinsam mit Purusa. Citta unterliegt einem ständigen Wandel, Purusa hingegen bleibt beständig. Wenn der Geist still wird, ist es durch Purusa möglich, dass die Wahrnehmung objektiv und klar wird. Purusa kann auch als “Sehender” bezeichnet werden, Citta dagegen ist das “Gesehene”.

Der Zustand, in dem es für den Yogi keinen Rückfall mehr gibt

In diesem Zustand ist der Yogi von großem Gleichmut erfüllt. Er hat keinerlei Interesse daran, sein Wissen und/oder seine besonderen Fähigkeiten zu missbrauchen. Des weiteren besitzt er einen so klaren Blick, dass er die Wirklichkeit klar sehen und vom Schein trennen kann. Die Klesas können nicht für Verwirrung sorgen und auch keine Schleier verhüllen den Drasta. Es besteht kein Drang sich weiteres Wissen, Fähigkeiten oder Gegenstände anzueignen. Zusätzlich entfällt der Druck, Aufgaben erledigen zu müssen oder sich neue Ziele zu setzen und erreichen zu müssen.
Diese Zustände bewirken zudem eine Veränderung der drei Gunas. Diese wirken sich nicht mehr so stark aus, der Yogi ist mit sich im Einklang. Er nimmt auch die Zeit ganz anders war; für ihn steht diese still und beeinflusst in damit nicht mehr.
Zusammenfassend lässt sich sagen, der Yogi hat das höchste Ziel erreicht – wirkliche Freiheit. Aus diesem Grund, gibt es für ihn nichts, was er noch erreichen könnte.

Hiermit ist unsere Reihe zur Yogameditation beendet. Besuchen Sie mich doch in meinem Studio. Hierzu vereinbaren Sie bequem hier ein Beratungsgespräch.

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Mein Name ist Claudia Jehmlich, Sie sehen mich rechts auf dem Profilbild und ich bin Ihre Yoga-Lehrerin bei Octofit. Täglich gebe ich Kurse für mehr Beweglichkeit, Stabilität und mentale Stärke. Eine individuelle Beratung oder einen Probekurs können Sie bequem hier vereinbaren. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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