Eine Yogastunde planen

Ein Ziel einer Yogastunde ist es für mich als Lehrerin in der Regel, die Umsetzung der drei Grundprinzipien zu ermöglichen. Was dies bedeutet erläutere ich hier.

Die drei Grundprinzipien…

…setzen sich zusammen aus: Aufmerksamkeit, Angemessenheit und Vinyasa Krama. Alle drei Prinzipien sollten beim Yogastunde planen beachtet werden, um einen angemessenen, auf die Gruppe abgestimmten Yogaunterricht zu gewährleisten. Unter dem Prinzip der Angemessenheit versteht man, den Yogaunterricht so zu gestalten, dass alle Schüler gleichermaßen gefordert, aber auf keinen Fall überfordert werden. Dies ist eine schwierige Aufgabe, denn einzuschätzen, wo genau die Schüler gerade stehen, ist nicht einfach. Wenn die Gruppe dann noch gemischt ist, aus Anfängern und Fortgeschrittenen besteht oder sich vielleicht eine Schwangere unter Ihnen befindet, erfordert dies viel Feingefühl des Lehrers und ein gutes Gespür. Der Lehrer muss hier in der Lage sein, ggfs. von seiner Planung der Yogastunde abzuweichen, in dem er Asanas weglässt, das Tempo anpasst oder alternative Asanas und Variationen anbietet. Zudem sollte er jedem Schüler das Gefühl vermitteln, dass es kein “besser” oder “schlechter” gibt, dass jeder genau richtig ist, dort, wo er sich jetzt gerade befindet. Ein weiterer Punkt der unter das Prinzip der Angemessenheit fällt, ist dem Schüler das Gleichgewicht zwischen Sthira und Sukha näher zu bringen. Das richtige Gefühl zwischen “fest” und “leicht” zu finden und z.B. nicht in einer Asana zu verkrampfen und den Atem anzuhalten, um in der Haltung bleiben zu können.

Hands-on

Es gibt zwei verschiedene Arten von “Hands-on”: “Adjustments” und “Assists”. Beide Arten unterstützen den Schüler in seiner Yoga Praxis, unterscheiden sich jedoch in der Ausführung und Wirkung, die Sie erzeugen. Beim “Adjustment” geht es darum, den Schüler durch kurze Handgriffe in die richtige Position zu bringen. Im Gegensatz dazu soll durch “Assists” ein besseres “Gespür” für die jeweilige Asana vermittelt werden. Der Schüler soll tiefer in die Asana sinken, die Dehnung spüren etc. Die Vorgehensweise ist aber bei beiden Techniken gleich, es handelt sich um eine Hilfestellung, die Ausführung bleibt weiterhin dem Schüler überlassen.
Bevor der Lehrer den Schüler in irgendeiner Art berührt, gibt es einige Dinge zu beachten. Zum einen sollte der Schüler zuvor gefragt werden, ob es für in Ordnung ist, dass er zum Korrigieren berührt wird und ihn nicht einfach unvorbereitet in der Yogastunde zu “überfallen”. Wenn der Lehrer die Notwendigkeit sieht, den Schüler durch “Hands on” zu unterstützen, sollte er sich behutsam nähern und den Schüler ruhig ansprechen und auf diese Weise auf die Berührung vorbereiten. Bevor “Hand angelegt wird”, sollte man erst überlegen und einschätzen, wie und wo die Korrektur nötig ist (Gewicht und Größe des Schüler berücksichtigen). Der Lehrer sollte zudem niemals an den Gelenken ziehen oder unsanft Druck ausüben. Der Fokus sollte immer zuerst dem Schüler gelten, der Gefahr läuft sich zu verletzen. Während der Hilfestellung ist der Lehrer mit seiner Aufmerksamkeit ganz bei diesem Schüler. Dennoch sollte er die Gruppe im Auge behalten und versuchen den Fluss der Stunde nicht zu stören oder zu unterbrechen. Bei der Ausführung der Hilfestellung sollten ebenfalls einige Dinge unbedingt beachtet werden: die Korrektur immer mit der Atmung des Schülers abstimmen, klare Ansagen und präzises Ausführen der “Hands on”, keine unnötigen oder zu viele Berührungen sowie zuerst die Wirbelsäule ausrichten, anschließend den Rest des Körpers.

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Mein Name ist Claudia Jehmlich, Sie sehen mich rechts auf dem Profilbild und ich bin Ihre Yoga-Lehrerin bei Octofit. Täglich gebe ich Kurse für mehr Beweglichkeit, Stabilität und mentale Stärke. Eine individuelle Beratung oder einen Probekurs können Sie bequem hier vereinbaren. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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